Sich das erste Mal als Hochzeitsfotograf versuchen zu dürfen, ist schon aufregend. Man beschäftigt sich zwar schon eine Zeit lang mit der Fotografie an sich, aber wenn man dann das erste mal gefragt wird, weiß man, dass eine Menge Arbeit, gerade in der Vorbereitung auf einen zukommen wird. Auf einmal bekam der Begriff Fotografie eine völlig neue Bedeutung für mich. War es doch bis jetzt ein Begriff, der mit Ruhe und Entspannung, bei Fototouren auf denen ich alleine oder mit Freunden unterwegs war beispielsweise zu tun hatte; Oder hatte er für mich auch mit Zeit zu tun. Zeit, die man sich lassen konnte, um die korrekten Einstellungen vornehmen zu können, um die Lichtverhältnisse gut einschätzen zu können, den idealen Bildausschnitt wählen zu können, usw., usw..
Nun,..das hat sich mit einem mal geändert!
Ich sah mich auf einmal mit einer Menge unbeantworteter Fragen konfrontiert. Ging es mir in der Vergangenheit hauptsächlich darum, dass ich die Fotos gut finde, ging es nun darum, den Ansprüchen von anderen Menschen, die einem das Fotografieren Ihres wichtigsten Tages anvertraut haben, gerecht zu werden.
>>Werden dem Brautpaar meine Fotos gefallen?<<, >>Was mache ich, wenn die Fotos nichts werden?<<, waren nur ein paar Fragen, auf die man eine Antwort suchte. Natürlich bekamen auch Begriffe wie >available Light< und >richtiges Einsetzen des Blitzes< vollkommen neue Bedeutungen. Man lernt eine große Blende wirklich zu schätzen,…klasse.
Aber, und das ist das gute; An einer solchen Aufgabe wächst man. Man bekommt ein völlig neues Gefühl für sich und die Kamera. Wichtig ist nur, dass man beides von vorneherein gut kennt. Es ist üblicherweise nicht unbedingt soviel Zeit, als dass man lange nach einer dringend gebrauchten Funktion an der Kamera suchen könnte; In dieser Zeit hat sich womöglich schon die ein oder andere Gelegenheit geboten, ein gutes Motiv erwischen zu können. Man hat nur leider kein Foto machen können, weil man zu sehr damit beschäftigt war, die ISO einzustellen oder die Messmethode zu ändern.
In der Vorbereitungsphase sollte man sich auch im klaren darüber sein, “Was will ich eigentlich fotografieren?”. Bei einer kirchlichen Hochzeit können schnell die Eckpunkte – Einzug, Gelübte, Trauung, Ringübergabe, Kuss, Auszug- genannt werden. Mir hat in dem Fall eine >Shotlist< sehr viel weiter geholfen. Es hilft auch, einen festen Ansprechpartner aus der Hochzeitsgesellschaft, bspw. ein Trauzeuge/ eine Trauzeugin zu haben. So bekam ich nämlich auch den Ablaufplan für die Messe, woran ich mich orientieren konnte und eben diese >Shotlist< erstellen konnte. Falls das nicht klappen sollte, kann man sich auch mit dem Pfarrer kurzschließen. ;-)
Die Umgebungen (Kirche+ Ort der Feier) sollten nach Möglichkeit bekannt sein. Beziehungsweise man sollte mal hinfahren, um die Umgebung näher kennen zu lernen. Dann braucht man sich am großen Tag schon mal nicht darum zu kümmern, was jetzt der schnellste Weg um die Kirche herum etc. ist.
Welche Objektive nehme ich mit?
Nun,…mitgenommen habe ich letztendlich alle. Das Dreibein habe ich auch noch eingepackt. Aber, ehrlich gesagt,.. es hat den ganzen Tag im Kofferraum gelegen. Zu den Objektiven ist zu sagen, dass ich eigentlich nur das 28/2.8 (Freundliche Leihgabe ;-)), das 50/1.7 und das 70-200/2.8 benutzt habe. Diese habe ich auch während der Messe immer bei mir gehabt. Hier emfiehlt sich eine Umhängetasche. Der Rest hat im Rucksack gewartet ;-). Da sich das Paar auch gewünscht hatte, dass so wenig Blitzlicht wie möglich verwendet wird, ist die Wahl eigentlich direkt auf o.g. Objektive gefallen. Und ich muss sagen, ich bin gut damit gefahren. Eigentlich habe ich den ganzen Tag über nur diese Objektive verwendet. Und die anderen (Kit- Zooms und UWW) eher als Rückfallebene trotzdem noch mitgeschleift.
Energiiiiiiiie !
Natürlich – volle Akkus ! Viele !
Speicherplatz!
Natürlich – leere Karten! Vieeeeele !
Ich habe mich zur Vorbereitung auch mit dem Paar getroffen, um Absprachen zu treffen und den genauen Plan für den Tag durchzusprechen.
Am Anfang haben mir auch Artikel von www.kwerfeldein.de sehr weiter geholfen- Danke dafür !
Und jetzt noch ein paar Fotos vom großen Tag.
























